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Restless Legs – Die Krankheit der „unruhigen Beine“

RLS: ein quälender Bewegungsdrang

Wichtigstes Symptom des Restless Legs Syndroms ist ein unangenehmer Bewegungsdrang, der vor allem in den Beinen, seltener auch in den Armen oder in anderen Körperbereichen auftritt. Dieser Drang, sich zu bewegen, macht sich dabei vor allem in Momenten der Ruhe oder Entspannung bemerkbar. Situationen, in denen es erforderlich ist, über einen längeren Zeitraum still zu sitzen, werden von RLS-Patienten daher häufig auch als besonders unangenehm empfunden.

Typische Situationen, in denen sich RLS-Beschwerden bemerkbar machen:

  • Ruhiges Liegen oder Sitzen
  • Längere Autofahrten oder Busreisen
  • Langstreckenflüge
  • Bettlägerigkeit bei Krankenhausaufenthalten
  • Gipsverband
  • Kino- oder Theaterbesuche
  • Fernsehen
  • Entspannungsübungen
  • Dialysebehandlung (z. B. bei Nierenerkrankungen)
  • Schwangerschaft

Begleitet wird der Bewegungsdrang dabei von unangenehmen oder sogar schmerzhaften Empfindungen in den betroffenen Gliedmaßen wie beispielweise ein Stechen, Ziehen, Kribbeln oder Brennen.

Symtome des Restless Legs Syndrom (RLS)

Typische Anzeichen des Restless Legs Syndroms:

  • Bewegungsdrang, der von unangenehmen Empfindungen in den Beinen und Armen begleitet werden kann (Brennen, Ziehen, Kribbeln, Reißen, Jucken, krampfartige Schmerzen).
  • Der Bewegungsdrang tritt vor allem in Ruhesituationen auf.
  • Die Beschwerden treten am Abend oder in der Nacht verstärkt auf.
  • Die Beschwerden werden durch Bewegung vorübergehend gelindert. 
  • Durch Bewegung (Aufstehen, Umhergehen) lassen sich die Beschwerden oftmals lindern; die Beschwerden kehren jedoch meist zurück, sobald der Patient wieder ruhig sitzt oder liegt. 

Schlafmangel und Müdigkeit

Vor allem am Abend und in der Nacht finden RLS-Patienten keine Ruhe, da zu dieser Zeit Der Bewegungsdrang meist am stärksten ausgeprägt ist. Gerade wenn die Betroffen müde sind, verhindert der zwanghafte Bewegungsdrang die Entspannung und das „zur-Ruhe-kommen“. Bei vielen Betroffenen treten daher Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen mit häufigem Erwachen auf. Durch den Schlafmangel fühlen sich RLS-Patienten tagsüber oft abgeschlagen und müde; die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit im Alltag sinken. Die unruhebedingten Schlafstörungen und die daraus resultiere Tagesmüdigkeit sind daher auch der häufigste Grund, aus dem RLS-Patienten einen Arzt aufsuchen.

Zucken der Arme und Beine

Häufige Begleiterscheinungen des Restless Legs Syndrom sind periodische Zuckungen der Arme und Beine (sogenannte Periodic Limb Movements, PLM), die vor allem während des Schlafs auftreten. Diese periodischen Zuckungen können von den Patienten nicht bewusst kontrolliert werden und führen ebenfalls zu einer starken Beeinträchtigung der Nachtruhe.

Bei RLS-Patienten, die sehr stark von der Erkrankung betroffen sind, können zusätzlich zu Schlafstörungen und Müdigkeit auch seelische Probleme auftreten. Viele RLS-Patienten vermeiden Kontakte, ziehen sich immer weiter zurück und wirken gereizt oder unzufrieden. Depressionen oder Angststörungen treten bei RLS-Patienten deutlich öfter auf als in der übrigen Bevölkerung.

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