News & Aktuelles rund um RLS

Es ist uns wichtig, Sie regelmäßig mit aktuellen Themen rund um Ihre Erkrankung zu versorgen. Das Krankheitsbild RLS ist unglaublich vielschichtig und betrifft alle Bereiche des Lebens. Wir stellen regelmäßig interessante Themen zum Leben mit RLS für Sie zur Verfügung und fassen Tipps für die unterschiedlichsten Bereiche zusammen.

 

Immer aktuell informiert

Melden Sie sich jetzt zu unserem Newsletter an und stellen Sie sicher, dass Sie keinen Artikel mehr verpassen. Wir schicken Ihnen in regelmäßigen Abständen aktuelle News zum Thema RLS zu. Wenn Sie den Newsletter nicht länger erhalten möchten, können Sie diesen jederzeit wieder abbestellen.

 

Mit unruhigen Beinen ins Krankenhaus

Thumbnail

Niemand möchte gerne ins Krankenhaus. Für Patienten mit Restless-Legs-Syndrom (RLS) ist jedoch schon die Vorstellung, beispielsweise wegen einer Operation tagelang das Bett hüten zu müssen, ein Albtraum. Und dennoch: Die Tatsache, dass die unruhigen Beine vor allem Menschen im mittleren Lebensalter betreffen, die Erkrankung chronisch verläuft und oft mit Begleiterkrankungen assoziiert ist, macht es durchaus wahrscheinlich, als RLS-Patient selbst von einem Krankenhausauf-enthalt betroffen zu sein. Für diesen Fall ist eine gute Vorbereitung unabdingbar.

Zu viel und zu wenig Ruhe im Krankenbett sind Gift bei RLS

Denn mit einem Aufenthalt in der Klinik, sei es zur Diagnostik oder für eine Operation, steigt das Risiko, dass sich die RLS-Beschwerden verschlechtern oder erstmals auftreten. Hauptrisikofaktor hierfür ist erwartungsgemäß die Tatsache, dass Krankenhauspatienten viel Zeit im Bett zubringen (müssen). Immobilität verschlechtert aber nachgewiesenermaßen sowohl die Missempfindungen als auch den Bewegungsdrang bei RLS.

Dazu kommen Geräusche, Licht, die ungewohnte Umgebung und andere Störfaktoren, die die Nächte im Krankenhaus meist kurz und nicht erholsam machen. Der daraus resultierende Schlafmangel, den die meisten Menschen während eines Krankenhausaufenthalts entwickeln, kann bei RLS-Patienten ebenfalls die Unruhe in den Beinen verstärken. Weitere Risikofaktoren für eine Verschlechterung der Symptome sind außerdem ein durch Blutungen (z. B. während der OP) entstehender Eisenmangel oder bestimmte Medikamente, die im Zuge der stationären Behandlung oder einer Operation verabreicht werden.

Medikamente nach Möglichkeit nicht absetzen

Thumbnail

Werden hingegen die bislang verabreichten RLS-Medikamente während des Klinikaufenthalts abgesetzt, ist eine Verschlechterung der Symptomatik so gut wie unausweichlich. Gründe für eine solche Therapieunterbrechung können sein, dass Sie im Vorfeld einer Operation nichts mehr zu sich nehmen dürfen und damit auch auf die Einnahme Ihrer RLS-Medikamente verzichten müssen. Aber auch Bedenken hinsichtlich der Verträglichkeit Ihrer RLS-Medikamente mit anderen Wirkstoffen können dazu führen, dass Sie Ihre üblichen Medikamente nicht erhalten und somit eine Verschlechterung Ihrer Symptome auftreten kann.

Umso wichtiger ist es, dass Sie bei einem Krankenhausaufenthalt die behandelnden Ärzte und Pflegekräfte frühzeitig auf Ihre RLS-Erkrankung hinweisen und ausreichend Medikamente mit sich führen. Weiterhin empfiehlt sich im Vorfeld der geplanten Operation ein Austausch des Arztes, der das RLS im Alltag behandelt (meist ein Neurologe) mit den behandelnden Ärzten im Krankenhaus. Außerdem ist eine stationäre neurologische Begleitung während des Krankenhausaufenthaltes, durch Neurologen vor Ort, für den RLS-Patienten von Vorteil. So können Sie – sofern keine Bedenken von ärztlicher Seite aus bestehen – Ihre gewohnte Medikation auch in der Klinik weiterführen.

Lange Nüchternphasen überbrücken

Thumbnail

Sollten Sie in Vorbereitung einer Operation nüchtern bleiben müssen, empfiehlt es sich, die Einnahme der letzten Dosis Ihrer RLS-Medikamente möglichst direkt vor den Beginn der Nüchternphase zu legen. Die nächste Dosis können Sie dann wieder einnehmen, wenn Sie sicher schlucken können. Muss der Nüchternzustand über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden oder sind mehrere Tagesdosen notwendig, besteht die Möglichkeit, die RLS-Medikation von Tabletten auf nicht einzunehmende Darreichungsformen umzustellen. Eine Option kann z. B. ein Wirkstoffpflaster sein, bei dem das Medikament über die Haut aufgenommen wird. Dies hat außerdem den Vorteil, dass die kontinuierliche Freisetzung des Wirkstoffes ungewollten Beinbewegungen während der Operation entgegenwirken kann. Nach erfolgter Operation kann Experten zufolge wieder auf die ursprüngliche Medikation gewechselt werden.

Im Fall von nachgewiesenem Eisenmangel sollten außerdem Eisenpräparate verabreicht werden. Medikamente, deren negative Auswirkungen auf die RLS-Symptomatik bekannt sind, sollten außerdem – sofern medizinisch vertretbar – vermieden oder wieder abgesetzt werden.

Seien Sie so aktiv wie möglich – auch im Kopf!

Weitere Strategien, Ihre RLS-Beschwerden während eines Krankenhausaufenthalts ohne Medikamente im Griff zu behalten, sind mentale Ablenkung, mehr körperliche Aktivität (sofern es Ihr Gesundheitszustand zulässt) oder Wechsel-druckmassagen für die Beine.

Damit dürfte einer raschen Genesung nichts mehr im Wege stehen – wir wünschen Ihnen hierfür alles Gute!

Kategorie: