News & Aktuelles rund um RLS

Es ist uns wichtig, Sie regelmäßig mit aktuellen Themen rund um Ihre Erkrankung zu versorgen. Das Krankheitsbild RLS ist unglaublich vielschichtig und betrifft alle Bereiche des Lebens. Wir stellen regelmäßig interessante Themen zum Leben mit RLS für Sie zur Verfügung und fassen Tipps für die unterschiedlichsten Bereiche zusammen.

 

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Eisenreich essen leichtgemacht

Die Ursachen des Restless Legs-Syndrom (RLS) sind immer noch nicht vollständig aufgeklärt. Allerdings haben zahlreiche Studien Hinweise darauf geliefert, dass unter anderem ein Mangel an Eisen im zentralen Nervensystem und im Blut zu den unruhigen Beinen beiträgt. Umgekehrt führt die Behandlung des Eisenmangels bei manchen RLS-Patienten zu einem teilweisen bis vollständigen Rückgang der belastenden Symptome. Darüber hinaus scheinen niedrige Ferritin-Spiegel mit ausgeprägteren RLS-Symptomen zu korrelieren. Als Ferritin wird die Depotform von Eisen im Körper bezeichnet. Wichtige Eisenspeicher im menschlichen Körper sind Leber, Milz und Knochenmark.

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#100334842 | Foto: jarun001 - Fotolia.com

Eisen – wichtig für die Energieversorgung im Körper

 

Auch wenn Eisen (Fe) als sogenanntes Spurenelement nur einen sehr kleinen Anteil unseres Körpergewichtes ausmacht (60 mg/kg), ist es für die Blutbildung und die Sauerstoffversorgung von essenzieller Bedeutung. Als zentraler Bestandteil des Blutfarbstoffes Hämoglobin bindet es den Sauerstoff, der über die Lunge aufgenommen wird, an die roten Blutkörperchen und ermöglicht so, dass der Sauerstoff über das Blut im ganzen Körper verteilt und in den Zellen für die Energiegewinnung genutzt werden kann. In den Muskeln ist Eisen Bestandteil des sogenannten Myoglobins und ebenfalls für die Sauerstoffversorgung verantwortlich.

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#128136407 | Foto: bit24 - Fotolia.com

Auf die Eisenquelle kommt es an

Ein erhöhter Eisenbedarf lässt sich z.B. über die Ernährung decken, da das Spurenelement in vielen Lebensmitteln enthalten ist. Dabei gilt: Aus tierischen Lebensmitteln kann der Körper Eisen zwei- bis dreimal besser aufnehmen als aus Obst und Gemüse. Zu den wichtigsten Eisenlieferanten zählen deshalb dunkle Fleischsorten wie Wild, Ente oder Rind. Aber auch Eigelb, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse liefern Eisen.

 

Tipps und Tricks, um mehr Eisen aufzunehmen

In Pflanzen ist Eisen meist an andere Stoffe gebunden, die die Aufnahme des Spurenelements erschweren. Dazu gehören der Ballaststoff Lignin, der beispielsweise in Kleie, Kakaopulver oder Bitterschokolade vorkommt, Oxalsäure (v. a. in Spinat und Rhabarber) oder Phosphat, das in Getreide, Reis, Hülsenfrüchten, aber auch in Cola-Getränken enthalten ist. Auch Tannin aus schwarzem Tee, Kaffee oder Rotwein, Calciumsalze und einige Medikamente hemmen die Aufnahme von Eisen aus pflanzlicher Nahrung. Vitamin C, organische Säuren wie Zitronen- oder Milchsäure und bestimmte Abbauprodukte von tierischem Eiweiß (Methionin und Cystein) fördern dagegen die Aufnahme von pflanzlichem Eisen.

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#224733211| Foto: LIGHTFIELD STUDIOS - Fotolia.com

Entsprechend können ein Glas Orangensaft zum Essen, Gemüse wie Paprika oder Tomaten als Beilage oder Zitronensaft im Salatdressing die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln steigern. Werden Getreideprodukte oder Hülsenfrüchte vor dem Verzehr eingeweicht, kann das in ihnen enthaltene Eisen ebenfalls besser aufgenommen werden. Die Aufnahme von Eisen aus Fleisch, Geflügel und Fisch wird durch andere Nahrungsbestandteile hingegen kaum beeinflusst.Weitere Tipps zur Ernährung bei RLS finden Sie auf unserer Homepage unter https://www.rls-gut-behandeln.de/news-aktuelles/a/restless-legs-syndrom-und-ernaehrung.

Keine Gefahr von Überversorgung

Insgesamt scheint jedoch die Zusammensetzung der Nahrung insgesamt für die Höhe der Eisenausnutzung im Körper wichtiger zu sein als die Form, in der das Eisen in einem bestimmten Lebensmittel vorkommt. Zudem wird die Eisenaufnahme durch den individuellen Bedarf und den Speicherstatus bestimmt: Besteht ein geringer Bedarf an Eisen oder sind die Eisenspeicher im Körper ausreichend gefüllt, nimmt der Körper weniger Eisen aus der Nahrung auf. Deshalb besteht – mit Ausnahme von Menschen mit Alkoholabhängigkeit oder Eisenspeicherkrankheit – auch keine Gefahr einer Überversorgung.

Buchtipp

Zahlreiche Informationen und Hinweise, wie man den Eisenbedarf auf natürliche Weise decken kann, welche Nahrungsmittel die Eisenverwertung hemmen oder fördern sowie 120 Rezepte zum Nachkochen enthält der aktuelle Ratgeber „Ernährung bei Eisenmangel“ von Ilse Weiß, Diätologin und Gesundheitswissenschafterin an der Universitätsklinik für Innere Medizin in Wien, und Prof. Christoph Gasche, Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie & Hepatologie, Wien.

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Weiß, Ilse & Gasche, Christoph: Ernährung bei Eisenmangel
ISBN: 9783990020937
Verlag: Facultas/Maudrich, 2019
16,40 EUR, 160 Seiten
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