RLS gut behandeln UCB

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News & Aktuelles rund um RLS

Es ist uns wichtig, Sie regelmäßig mit aktuellen Themen rund um Ihre Erkrankung zu versorgen. Das Krankheitsbild RLS ist unglaublich vielschichtig und betrifft alle Bereiche des Lebens. Wir stellen regelmäßig interessante Themen zum Leben mit RLS für Sie zur Verfügung und fassen Tipps für die unterschiedlichsten Bereiche zusammen.

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Unruhige Beine und schwankende Blutzuckerwerte


  • Von erholsamen Nächten oder entspannten Stunden bei einem Besuch im Theater oder Kino können Menschen mit Restless-Legs-Syndrom (RLS) oft nur träumen. Denn kaum, dass sich die Betroffenen setzen oder ins Bett legen, stellen sich in ihren Beinen Missempfindungen wie Schmerzen oder Kribbeln sowie ein starker Bewegungsdrang ein, die sich nur durch Gehen oder Massieren lindern lassen. Die Folgen sind eine massiv eingeschränkte Schlaf- und Lebensqualität.

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    fotolia #30702538 | © Robert Kneschke

    Komplexes Zusammenspiel aus Genen und anderen Faktoren

    Die Ursachen des RLS sind bislang nicht endgültig geklärt, Forscher vermuten jedoch einen gestörten Stoffwechsel des Botenstoffes Dopamin in bestimmten Bereichen des Gehirns. Dafür spricht, dass dopaminhaltige Medikamente die Symptome lindern können.
    Fotolia_194976961_Subscription_L.JPGfotolia #194976961 | © Halfpoint

    Erbliche Faktoren spielen für das Auftreten des RLS eine wichtige Rolle: So berichten bis zu zwei Drittel der Betroffenen von einer familiären Häufung der Erkrankung. Inzwischen haben Wissenschaftler auch 19 Risikogene identifiziert, die im Verdacht stehen, RLS auszulösen. Neben genetischen Faktoren begünstigen allerdings auch bestimmte Erkrankungen oder äußere Faktoren das Auftreten der unruhigen Beine. Zu den wichtigsten zählen hier Schwangerschaft, Eisenmangel, Nierenerkrankungen und vor allem die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
    So konnten verschiedene Studien zeigen, dass etwa jeder fünfte Diabetes-Patient auch unter den nächtlichen Missempfindungen in den Beinen leidet. Im Vergleich zu Nicht-Diabetikern haben Zuckerkranke ein rund vierfach höheres Risiko, an RLS zu erkranken.

    Ein Teufelskreis aus gestörtem Schlaf und entgleistem Stoffwechsel

    Fotolia_194308891_Subscription_L.JPGfotolia #194308891 | © Africa Studio

    Umgekehrt können Schlafstörungen, eine zu kurze Schlafdauer sowie Ein- und Durchschlafstörungen, wie sie durch RLS verursacht werden, auch das Risiko für Stoffwechselstörungen wie Glukose-Intoleranz, Insulinresistenz und Diabetes mellitus erhöhen. Dazu kommt die psychische Belastung durch die Schlafstörungen, die bei den Betroffenen langfristig zu Depressionen und Angststörungen führen kann. Daraus entsteht letztlich ein Teufelskreis, denn wer dauerhaft müde ist, sich abgeschlagen fühlt oder gar Depressionen entwickelt, vernachlässigt die Kontrolle seines Blutzuckerspiegels. Von der deutlich eingeschränkten Lebensqualität ganz zu schweigen.

    Achtung: Verwechslungsgefahr!


    Umso wichtiger ist die frühe Diagnose und Behandlung der neurologischen Erkrankung. Erschwert wird dies bei Patienten, die sowohl unter RLS als auch unter Diabetes mellitus leiden, durch eine weit verbreitete Komplikation der Zuckerkrankheit, die in ihrem Erscheinungsbild dem RLS ähnelt: die diabetische Neuropathie. Bei ihr verspüren die Betroffenen ein immer wieder auftretendes oder kontinuierliches Brennen, Stechen, Kribbeln und Taubheit, Hitze oder Kälte oder Juckreiz. Die Symptome breiten sich meist von den Füßen ausgehend zum Rumpf hin aus.
    Für Ärzte ist es nicht immer einfach, die beiden Störungen zu unterscheiden. Für eine erfolgreiche Behandlung ist dies aber unerlässlich, da die beiden Krankheitsbilder auf ganz unterschiedliche Wirkstoffe ansprechen.

    Mehr Sport für ruhigere Beine und bessere Blutzuckerwerte

    Fotolia_168769993_Subscription_L.JPGfotolia #168769993 | © Jenny Sturm

    So gelingt es, die diabetische Neuropathie unter anderem mit Wirkstoffen zu behandeln, die die Erregbarkeit von Nervenzellen verringern oder bei Depressionen eingesetzt werden. RLS spricht hingegen gut auf Dopamin-Agonisten an, also Wirkstoffe, die den Dopamin-Stoffwechsel im Gehirn beeinflussen. Daneben profitieren RLS-Patienten mit Diabetes auch von mehr körperlicher Aktivität. Denn durch sportliche Aktivität und Bewegung lassen nicht nur die nächtlichen Missempfindungen, Schmerzen und die Ruhelosigkeit nach, Sport senkt auch den Blutzuckerspiegel, verbessert die Insulinempfindlichkeit der Zellen und hilft langfristig beim Abnehmen. Und noch einen positiven Effekt verspüren Freizeitsportler: Von viel Bewegung an der frischen Luft und/oder in der Gruppe profitiert auch die Psyche.
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