RLS gut behandeln UCB

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RLS und die Familie

Das Restless-Legs-Syndrom verläuft häufig chronisch und wirkt sich damit auch langfristig auf Familie und Partnerschaft aus, da die Erkrankung die betroffenen Patienten über einen langen Zeitraum – teilweise sogar lebenslang – begleitet. Durch die RLS-Erkrankung verändert sich dabei nicht nur das Leben der Patienten. Der Partner und die Familie erleben die Beschwerden, die die Krankheit verursacht, unmittelbar mit. In einigen Fällen kann dies das Familienleben und die sozialen Aktivitäten deutlich beeinträchtigen.

Diagnose RLS – oft eine Erleichterung

Häufig haben RLS-Patienten Schwierigkeiten, ihre Beschwerden angemessen zu beschreiben und „begreifbar“ zu machen. Die Krankheit ist äußerlich unsichtbar; der Bewegungsdrang und die Symptome werden nur vom Patienten selbst wahrgenommen. Aus diesem Grund treffen RLS-Patienten in ihrem Umfeld häufig zunächst auf Unverständnis: So halten andere Menschen den lästigen Bewegungsdrang vielleicht oft für Nervosität oder Unaufmerksamkeit. Wird schließlich die Diagnose RLS gestellt, bedeutet dies für den Patienten oftmals eine große Erleichterung – die Beschwerden haben endlich einen Namen erhalten. In der Regel kann der Arzt nun den Patienten dabei unterstützen, den Partner und die Familie über das Restless-Legs-Syndrom und die damit verbundenen Probleme aufzuklären. Durch spezielle RLS-Medikamente können die Beschwerden darüber hinaus gelindert und die Belastung für den Patienten und seine Familie verringert werden.

Verständnis für RLS-Patienten

Häufig hilft es RLS-Patienten, mit ihrem Umfeld offen über die Erkrankung zu sprechen. Dadurch verstehen Familie und Freunde, warum Theaterbesuche oder lange Fernsehabende für die Betroffenen beschwerlich sind oder warum die Patienten häufiger müde oder gereizt sind. In der Regel findet man im gemeinsamen Gespräch gute Lösungen, wie der gemeinsame Alltag und die Freizeit besser gestaltet werden können. Erschwert zum Beispiel die Unruhe in den Beinen einen Kinobesuch, so könnte ein Besuch im Zoo oder auf dem Abenteuerspielplatz eine ausgezeichnete Alternative darstellen!

Leidet der Patient zusätzlich unter periodischen Arm- und Beinbewegungen im Schlaf, dann sind es häufig die Bettpartner, die von diesen Bewegungen gestört werden. Hier muss jedes Paar für sich herausfinden, welche Lösung die beste ist. Oft hilft die richtige Diagnose und Therapie, die nächtlichen Beschwerden so weit zu lindern, dass beide Partner nachts Ruhe finden.

Unterstützung durch Selbsthilfegruppen

Die meisten Betroffenen empfinden den Erfahrungsaustausch mit anderen Patienten als sehr positiv, zum Beispiel im Rahmen von Selbsthilfegruppen oder Internetforen. Auch Gäste oder Familienangehörige sind bei den Treffen der Selbsthilfegruppen herzlich willkommen. Lokale Kontaktadressen von Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe und Termine finden Sie unter anderem bei der Deutschen Restless Legs Vereinigung RLS e.V.

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