RLS gut behandeln UCB

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Restless Legs und Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung hält gesund und fördert Leistung und Wohlbefinden – dies gilt auch für Menschen mit dem Restless Legs Syndrom. Eine spezielle Diät für RLS-Patienten gibt es zwar nicht, aber dennoch können RLS-Patienten etwas für ihre Gesundheit tun, indem Sie einige Tipps zur Ernährung beachten.

Eisenmangel vorbeugen

Eisenmangel ist ein häufiges Phänomen und tritt vor allem bei Frauen im gebärfähigen Alter auf. Besonders gefährdet sind dabei Frauen während der Schwangerschaft und Stillzeit oder Frauen mit sehr starken Regelblutungen. Aber auch Leistungssportler und Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, sind oft nicht ausreichend mit Eisen versorgt. Es ist seit Langem bekannt, dass Eisenmangel RLS-Symptome verstärken oder sogar auslösen kann. Darüber hinaus kann Eisenmangel das Risiko einer Augmentation erhöhen, der schwerwiegendsten Komplikation bei einer RLS-Behandlung. Daher ist es für RLS-Patienten besonders wichtig, auf eine optimale Eisenversorgung und Eisenaufnahme aus der Nahrung zu achten. Allgemein wird pflanzliches Eisen vom Körper deutlich schlechter aufgenommen als Eisen aus tierischer Nahrung; Fleisch ist daher ein besonders guter Eisenlieferant. Vitamin C – zum Beispiel aus Orangensaft – kann die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln unterstützen. Da Eisenpräparate die Gefahr einer übermäßigen Eisenzufuhr bergen, sollten sie nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.

Diese Lebensmittel enthalten besonders viel Eisen: 

Stoffe, die die Eisenaufnahme stören, sollten RLS-Patienten bei einem bestehenden Eisenmangel nach Möglichkeit vermeiden. Hierzu zählen zum Beispiel Polyphenole, die unter anderem in Tee, Rotwein und Kaffee vorkommen, oder Phytinsäure, die in Vollkornprodukten, Reis, Soja und Hülsenfrüchten enthalten ist.

Verzichten Sie auf RLS-verstärkende Nahrungs- und Genussmittel

Von einigen Substanzen ist bekannt, dass sie Restless Legs-Beschwerden auslösen oder verstärken können. Daher sollten RLS-Patienten versuchsweise einige Wochen auf Lebensmittel verzichten, die diese Bestandteile enthalten, um zu testen, ob sich die Beschwerden dadurch verbessern. Zu diesen Lebens- und Genussmitteln beziehungsweise Zusatzstoffen gehören unter anderem:

  • Kaffee
  • Zigaretten
  • Alkohol
  • Schokolade
  • schwarzer Tee
  • Mate-Tee
  • Cola
  • Süßstoff (Saccharin)

Ernährung und Schlaf

Besonders für RLS-Patienten ist es wichtig, auf einen erholsamen Schlaf zu achten. Ein übermäßig voller Magen oder Hunger können sich negativ auf den Schlaf auswirken und zu einer unruhigen Nacht führen. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, können Sie folgende Hinweise beachten:

  • Abends nur leicht verdauliche Lebensmittel und kleine Portionen essen
  • Die letzte Mahlzeit einige Stunden vor dem Zubettgehen einnehmen und nächtliche Mahlzeiten vermeiden
  • Nahrungsmittel, die viel L-Tryptophan enthalten (zum Beispiel Milch, Quark, Käse, Bananen und Nüsse) wirken schlaffördernd
  • Konservierungsstoffe und bestimmte Süßungsmittel (Saccharin) können sich ungünstig auf die RLS-Beschwerden auswirken
  • Auf koffeinhaltige und anregende Getränke sollte verzichtet werden (Kaffee, schwarzer Tee, Cola, Energy-Drinks)
  • Alkohol und Tabak sollten vermieden werden

 

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