RLS gut behandeln UCB

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Woher kommen meine Zappelbeine?

Kennst du das auch: Du liegst abends im Bett und kannst nicht einschlafen, weil deine Beine immer zappeln wollen? Das kann viele Gründe haben. Vielleicht konntest du dich tagsüber nicht richtig austoben, du bist aufgeregt wegen der Geburtstagsfeier am nächsten Tag oder du leidest an ADHS (der sogenannten „Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung“) wie viele andere Kinder auch. Es kann aber auch sein, dass du eine andere Krankheit hast: das Restless-Legs-Syndrom, auch RLS genannt.

Was bedeutet Restless-Legs-Syndrom?

Restless-Legs-Syndrom heißt so viel wie „unruhige Beine“ – Zappelbeine eben. Du kannst nicht gut ruhig sitzen oder liegen, weil deine Beine dann immer ein bisschen wehtun, ziehen und kribbeln und du das Gefühl hast, dich jetzt sofort bewegen zu müssen. Hinter diesem Gefühl steht eine Krankheit, die ganz schön viele Erwachsene haben – und eben auch ein paar Kinder. Die Ursachen für die Krankheit kennt man heute noch nicht und deshalb kann man sie auch nicht wirklich heilen. Man weiß aber, wie man die Auswirkungen – also das unangenehme Kribbeln zum Beispiel – in den Griff bekommen kann. Ganz viel kannst du selber machen. Wir haben dir hier Tipps für Kinder ein paar tolle Tricks zusammengestellt, mit denen du die Zappelbeine ruhiger bekommst, damit du auch mal wieder richtig gut schlafen oder still sitzen kannst. Natürlich nicht nur in der Schule, sondern auch zum Spielen oder Fernsehen. 

Wie stellt man das Restless-Legs-Syndrom fest?

Nur ein Arzt kann sicher sagen, ob du an RLS leidest. Deshalb werden deine Eltern mit dir zu einem speziellen Arzt gehen und ihr werdet gemeinsam einige Fragen beantworten und eventuell auch ein paar Untersuchungen machen. Ganz wichtig ist es dabei, dass du dem Arzt genau sagst, wie du dich fühlst und was dich an deinen Zappelbeinen stört.

Am besten überlegst du dir mit deinen Eltern schon einmal die Antworten auf diese Fragen, bevor ihr zum Arzt geht:

  • Hast du oft das Gefühl, deine Beine bewegen zu müssen, weil sie zum Beispiel kribbeln, schmerzen oder ziehen?
  • Tritt dieses „bewegen wollen“ vor allem dann auf oder wird schlimmer, wenn du versuchst, ruhig zu sitzen oder zu liegen, zum Beispiel in der Schule oder abends im Bett?
  • Lassen das Kribbeln und die Zappelbeine nach, wenn du aufstehst, dich bewegst oder du dich mit etwas anderem Spannenden ablenkst, zum Beispiel einem Buch oder einem Film?
  • Hast du vor allem am Abend und in der Nacht die zappelnden Beine?
  • Kannst du oft nicht schlafen und bist im Bett ganz unruhig, weil sich deine Beine immer bewegen wollen?
  • Wirst du nachts oft wach und musst aufstehen oder wälzt du dich im Bett viel hin und her?
  • Ist dein Bett morgens immer ganz zerwühlt, weil sich deine Beine so viel bewegt haben?
  • Bist du tagsüber oft müde oder regst du dich schnell über Kleinigkeiten auf?
  • Hast du abends oder nachts oft Schmerzen, die besser werden, wenn du dich bewegst?

Die Fragen solltest du alle ganz ehrlich beantworten, damit der Arzt sicher feststellen kann, ob du am Restless-Legs-Syndrom leidest oder ob es einen anderen Grund für deine Zappelbeine gibt.

Was macht man, wenn man RLS hat?

Sollte dein Arzt feststellen, dass du RLS hast, dann ist das gar nicht so schlimm. Denn dann kann er auch etwas dagegen tun und dir helfen. Was genau die richtige Behandlung ist, ist immer ganz unterschiedlich. Dein Arzt wird es dir und deinen Eltern aber ganz sicher genau erklären. Du kannst auch gerne noch einmal nachfragen, wenn du nicht alles verstanden hast.

Deine Eltern sollten dann deinen Geschwistern und deinen Lehrern erzählen, dass du RLS hast und was das bedeutet. Das ist wichtig, damit sie dich besser verstehen können und wissen, dass du sie nicht ärgern möchtest, wenn du einfach nicht mehr still sitzen kannst.

Wenn du Schmerzen hast oder die Beine zappeln wollen, dann solltest du dich nicht dagegen wehren. Davon wird es meistens nur schlimmer. Viel besser ist es, wenn du dann einfach nachgibst, dann fühlst du dich sicher schnell besser. 

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