RLS gut behandeln UCB

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L-Dopa

Obwohl die Ursachen des primären RLS noch weitestgehend unbekannt sind, können RLS-Symptome durch die Einnahme dopaminerger Medikamente wie beispielsweise Levodopa oder Dopaminagonisten wirksam gelindert werden.

Levodopa, auch L-Dopa genannt, ist die Vorstufe von Dopamin, einem wichtigen Botenstoff im menschlichen Gehirn. Während man Dopamin dem Körper nicht in Form von Tabletten oder Spritzen von außen zuführen kann, kann L-Dopa über den Blutkreislauf direkt in das Gehirn gelangen. Dort wird es zu Dopamin umgewandelt und entfaltet seine symptomlindernde Wirkung.

L-Dopa wird im Körper normalerweise sehr rasch abgebaut. Daher wird L-Dopa in Medikamenten in der Regel mit einem anderen Wirkstoff (Benserazid oder Carbidopa) kombiniert, der den Abbau von L-Dopa verzögert.

Dopaminerge Medikamente werden auch zur Behandlung der Parkinson-Krankheit eingesetzt, allerdings in deutlich höherer Dosierung als bei einem RLS. Es gibt keine wissenschaftlichen Hinweise darauf, dass RLS-Patienten eher dazu neigen, das Parkinson-Syndrom zu entwickeln, als Menschen, die nicht von RLS betroffen sind.

Wie wird L-Dopa eingesetzt?

L-Dopa-Präparate werden insbesondere Patienten empfohlen, bei denen die RLS-Beschwerden leicht ausgeprägt sind oder nur gelegentlich bzw. in längeren Ruhesituationen auftreten, wie beispielsweise bei langen Flugreisen oder Theaterbesuchen. L-Dopa-Präparate sind entweder als schnell wirksame Tabletten oder in retardierter Form erhältlich, also mit verzögerter Wirkstofffreigabe und einer verlängerten Wirksamkeitsdauer. Vorteile der L-Dopa-Behandlung sind der schnelle Wirkungseintritt und die gute Steuerbarkeit. Allerdings lässt die Wirkung bei längerer Anwendung oder bei Einnahme einer höheren Dosis häufig mit der Zeit nach.

Welche Nebenwirkungen hat L-Dopa?

In der Regel wird L-Dopa bei RLS-Patienten nur in geringer Dosierung eingesetzt und dabei gut vertragen. Die häufigste Nebenwirkung einer L-Dopa-Therapie ist Übelkeit, die meist nur vorübergehend in den ersten Wochen der Behandlung auftritt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, gleichzeitig bestimmte Medikamente gegen die Übelkeit einzunehmen. Dabei sollten allerdings keine Medikamente mit dem Wirkstoff Metoclopramid verwendet werden, da diese das Restless-Legs-Syndrom verstärken können. Da L-Dopa in Anwesenheit von Eiweiß schlechter vom Körper aufgenommen werden, sollten L-Dopa-Medikamente zudem nicht zusammen mit eiweißreichen Mahlzeiten eingenommen werden.

Das Hauptproblem einer langfristigen oder hochdosierten L-Dopa-Behandlung ist die Möglichkeit einer sogenannten Augmentation, das heißt, einer Zunahme der RLS-Beschwerden trotz medikamentöser Therapie.

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