RLS gut behandeln UCB

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Medikamentöse RLS-Therapie

Dank einer wachsenden Anzahl wirksamer Medikamente können immer mehr Restless Legs Patienten sehr erfolgreich und ganz individuell behandelt werden. Wichtig ist jedoch, dass die medikamentöse Behandlung des primären RLS eine rein symptomatische Therapie ist. Das bedeutet, dass typische RLS-Beschwerden zwar gelindert werden können, die eigentliche Ursache für die unruhigen Beine jedoch nicht geheilt wird.

Wann ist eine medikamentöse Therapie erforderlich?

Die Entscheidung für eine medikamentöse Behandlung hängt von der individuellen Situation der Betroffenen ab und sollte zusammen mit einem Arzt erörtert werden.

Es sollten dabei folgende Bedingungen erfüllt sein, bevor der Arzt eine medikamentöse Behandlung einleitet:

  • Die Symptome, hauptsächlich Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit, wirken sich so stark auf den Betroffenen aus, dass die Lebensqualität oder auch die berufliche Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt ist.
  • Mögliche Grunderkrankungen, die ein sekundäres RLS auslösen können, müssen ausgeschlossen sein oder bereits behandelt werden.
  • Medikamente, die RLS auslösen beziehungsweise verstärken können, sollten in Absprache mit einem Arzt ausgetauscht werden. 
  •  Die Diagnose „Restless Legs Syndrom“ sollte zweifelsfrei feststehen.

 

Welche Medikamente werden zur Behandlung von RLS eingesetzt?

In Deutschland sind folgende Medikamentengruppen für die Behandlung des RLS zugelassen:

Dopaminerge Medikamente – als Therapie erster Wahl:

  • L-Dopa (Levodopa): Dieser Wirkstoff wird bei allen Schweregraden der RLS-Erkrankung angewendet und wird zurzeit am häufigsten eingesetzt. Experten empfehlen jedoch inzwischen, L-Dopa zur gelegentlichen Einnahme (Bedarfsmedikation) bei leichteren und/oder sporadisch auftretenden RLS-Beschwerden und zur Vorbeugung bei absehbaren längeren Ruhesituationen (Beispiel: lange Flugreisen) einzusetzen. Hierbei sollten Dosierungen von 300 Milligramm pro Tag nicht überschritten werden.
  • Dopaminagonisten: Dopaminagonisten werden vor allem bei mittelschweren und schweren RLS-Beschwerden eingesetzt oder wenn die Symptome sowohl tagsüber als auch in der Nacht auftreten. Der Arzt verordnet Dopaminagonisten insbesondere dann, wenn eine Langzeittherapie des RLS notwendig ist.

Nicht dopaminerge Medikamente – als Therapie zweiter Wahl:

  • Opioide: Opioide (auch: Opioate) werden eingesetzt, wenn die RLS-Beschwerden durch L-Dopa oder Dopaminagonisten nicht ausreichend gelindert werden oder der Patient diese Medikamente nicht verträgt. Von den Opioiden ist in Deutschland nur die Kombination aus Oxycodon und Naloxon für die Behandlung des RLS zugelassen.

Die Entscheidung darüber, welche Art und Dosierung einer medikamentösen Behandlung eingesetzt werden, hängt von mehreren Faktoren ab. Diese setzen sich zusammen aus dem Schweregrad der Erkrankung, dem tageszeitlichen Auftreten und der Dauer der Beschwerden sowie möglichen Begleiterkrankungen. Da Patienten sehr unterschiedlich auf die verfügbaren Medikamente reagieren, erfordert jeder einzelne Fall die Aufstellung eines individuellen Behandlungsplans und die Einstellung einer optimalen Medikamentendosis.

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