Das Restless-Legs-Syndrom - abgekürzt RLS - ist eine häufige Erkrankung des Nervensystems, die sich vor allem als Bewegungsunruhe, Missempfindungen und Schmerzen der Beine am Abend und in der Nacht bemerkbar macht. Die Erkrankung wird bereits seit mehreren Jahrhunderten in medizinischen Berichten erwähnt; die heutige Bezeichnung Restless-Legs-Syndrom ("Syndrom der unruhigen Beine") stammt von dem schwedischen Neurologen Karl-Axel-Ekbom. Er beschrieb die Erkrankung in den 1940er Jahren ausführlich. Das RLS wird daher gelegentlich auch als Ekbom-Syndrom oder Wittmaack-Ekbom-Syndrom bezeichnet.
Erstmalig in der Literatur erwähnt wurde das RLS aber schon rund 300 Jahre früher durch den englischen Arzt Thomas Willi, der im Jahre 1672 über einen Patienten mit typischen RLS-Symptomen berichtete. Im 19. Jahrhundert wurde das Restless-Legs-Syndrom häufig als Anxietas Tibiarum ("Schienbeinangst") oder Impatience musculaire ("muskuläre Ungeduld") benannt.