Ob und auf welche Weise ein Restless-Legs-Syndrom behandelt wird, orientiert sich zum einen an der Schwere der Symptome, zum anderen daran, wie stark sich diese auf den Schlaf, die Lebensführung und die Lebensqualität der Betroffenen auswirken. Viele Patienten können ihre Beschwerden durch allgemeine Verhaltensregeln und Veränderungen der Lebensweise in den Griff bekommen. Dazu gehört beispielsweise, wenn möglich Situationen zu vermeiden, in denen RLS-Symptome auftreten. Da nicht selten Medikamente oder in Medikamenten enthaltene Zusatzstoffe (z.B.) Koffein) RLS-Symptome hervorrufen, ist es zudem sinnvoll, gemeinsam mit dem Arzt die Einnahme evtl. RLS-verstärkender Medikamente zu überprüfen. Niemals sollten jedoch Medikamente auf eigene Faust abgesetzt werden!
Bei einigen sekundären Formen (z.B. Eisenmangel, Hormonstörungen, Nierenversagen) kann die Behandlung der zugrundeliegenden Krankheit zu einem Rückgang der Beschwerden führen.

Bei einem Teil der Menschen mit RLS reichen diese allgemeinen Maßnahmen allerdings nicht aus, um anhaltend Linderung zu verschaffen. Sind die Symptome stark ausgeprägt und die Lebensqualität deutlich eingeschränkt, wird eine gezielte medikamentöse Therapie erforderlich. Laut Studien geht man davon aus, dass rund zwei Prozent der Bevölkerung in europäischen Ländern an einem medikamentös behandlungsbedürftigen RLS leiden.